Sonderausstellung


ab dem 27. Juli zu sehen:

Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du – Welche Bedeutung hat Holz in deinem Leben?

„Holz macht Sachen!“ ist ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt zum Thema Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung, das die Verbindung zwischen Mensch und Natur, insbesondere zwischen der Menschheit und dem Rohstoff Holz, in den Fokus stellt. Ziel des Projektes ist es, Nachhaltigkeitsthemen zu vermitteln und das Umweltbewusstsein der Menschen zu stärken.

Das von Adrian Siedentopf initiierte Projekt umfasst eine Wanderausstellung sowie verschiedene Seminare und pädagogische Vermittlungsangebote zum Thema Holz. Das inhaltliche Spektrum reicht dabei von der Bedeutung der Bäume für die Umwelt über die Holzgewinnung bis zu den vielfältigen Arten der Weiterverarbeitung des Holzes. Die Besucher sollen dazu angeregt werden, den Baum als Lebewesen, den Wald als Lebensraum und sich selbst als Teil dieser Lebenswelt zu sehen.

Das Besondere an der Ausstellung? Sie wandert nicht nur von Ort zu Ort, sondern wächst auch – wie ein Baum - immer weiter, indem laufend neue Exponate hinzukommen. Diese stammen von über 45 Partnern aus den unterschiedlichsten Bereichen: Egal ob als Museum, Institution aus Forschung und Lehre, Stiftung, Einrichtung mit technischen Innovationen oder als Teil der allgemeinen Bevölkerung - jeder ist eingeladen, an dem Projekt teilzunehmen und die Ausstellungen zu besuchen.

Für die Beteiligung am Projekt ist nicht zwingend ein physisches Exponat notwendig. Auf einem Monitor, der wie ein Exponat auf einem Podest präsentiert wird, können digitale Exponate in die Ausstellung gebracht werden. Die Ausstellung wird so durch den digitalen Raum ergänzt, wodurch das Internet in den Kernbereich des Museums, die Ausstellung, rückt. So können über Social Media Wünsche, Ideen und weitere digitale Exponate eingebracht werden. Alle mit dem Hashtag #holzmachtsachen gekennzeichneten Beiträge werden auf der Ausstellungswebsite gesammelt, auf Twitter, Facebook und Instagram veröffentlicht und im Ausstellungraum auf einem Monitor gezeigt. So wird der physische Ausstellungsraum um den virtuellen Raum des Internets erweitert und gleichzeitig erhält der virtuelle Raum des Internets einen Rückbezug zur „analogen“ Welt des Museums.

Zusätzlich zur Ausstellung gibt es an allen Ausstellungsorten ein vielfältiges Begleitprogramm. Den Start macht am 27. Juli 2019 das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen, das bereits viele spannende Aktionen wie das sonntägliche Brotbacken im Holzofen und zahlreiche Kurse zum Thema Holz & Co. bereithält. Gefördert wir die Ausstellung unter anderem von der Sparkasse im Landkreis Schwandorf und der Bayerischen Sparkassenstiftung. Mehr Infos zum Projekt gibt es auf https://www.holzmachtsachen.org/.

Text: Vanessa Wolf

 

Textilgeschäft Heimerl in Rötz

In dieser Museumssaison werden im Informationsbereich des Zentraldepots Objekte aus dem ehemaligen Textilgeschäft Heimerl in Rötz, Landkreis Cham, gezeigt.

 

 

 

 

 

 

1925 eröffnete Matthias Heimerl mit seiner Frau Babette ein Textilgeschäft mit Näherei in Rötz, Landkreis Cham.
Matthias Heimerl wurde als fünftes von insgesamt 18 Kindern am 24.02.1897 geboren und verstarb am 13.02.1945.
Seine Frau Babette, geboren am 02.02.1905, verstarb am 06.04.1983. Das Warenangebot umfasste Schnitt-, Weiß-,
Woll-, Leder- und Kurzwaren, Kinderwagen und Brautausstattungen.


1939 vergrößerte man die Geschäftsräume und stattete diese mit einer neuen Einrichtung aus. Eine letzte räumliche Erweiterung mit einer
Verkaufspassage erfolgte 1962. 1975 feierte das Textilgeschäft mit eigener Näherei sein 50-jähriges Bestehen.
Das Geschäft wurde von Babette Heimerl nach dem Tod ihres Mannes bis 1967 weitergeführt.
Danach übernahm ihre Tochter Hermine Schmidbauer zusammen mit ihrem Mann Erich bis 2009 die Geschäftsführung.
Alle Näh- und Schneiderarbeiten wurden von ihrer Schwester Annemarie Heimerl ausgeführt.

2015 wurde das bereits 2009 geschlossene Geschäft aufgelöst.

Das Oberpfälzer Freilandmuseum konnte 2015 insgesamt 1330 Objekte aus dem Geschäfts- und Wohnbereich der
Familie Heimerl/Schmidbauer übernehmen.
 

 

 

 


URL:
http://freilandmuseum.org/desktopdefault.aspx/tabid-225/199_read-1298/